acquisto viagra
Site Logo
Main Menu
· Start
· Videos
· Links
Die Weichen für Olympia sind gestellt
Mit Material aus der Giessener-Allgemeinen (lad): Im Jahr 2009 rückte die Leichtathletin Beatrice Marscheck schlagartig ins Rampenlicht, als sie sich im Weitsprung für die WM in Berlin qualifizierte und dort die deutschen Farben vertrat. Nun stehen neue Ziele an, und die Garbenteicherin möchte ihrer (ohnehin schon langen) Erfolgsliste noch eine Olympiateilnahme im Jahre 2012 in London hinzufügen. Die Weichen dafür sind bereits gestellt: Die 25-jährige Starterin des LAZ Gießen gehört dem Top-Team 2012 des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) - quasi der Leichtathletik-Nationalmannschaft - an und war mit diesem erst Anfang dieses Dezembers für eine Woche auf Trainingslager in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia.
»Es bedeutet mir sehr viel, zum Top-Team zu gehören und sehen zu können, wie die anderen trainieren. Man kann sich gut untereinander austauschen und viel voneinander lernen. Das möchte ich nicht missen«, verbucht die Studentin für gymnasiales Lehramt in den Fächern Deutsch und Sport die Förderung durch den DLV als wertvolle Erfahrung. Als eine von gerade einmal sieben Hessen im Top-Team, das insgesamt 65 Sportler umfasst, wurde sie gemeinsam mit ihren Kollegen auf Zypern vor allem in Sachen Mentaltraining und Ernährungsberatung fit gemacht. Zudem stand für »Bea« Training in der sechsköpfigen Gruppe des Weitsprungnationaltrainers Ulrich Knapp auf dem Plan, der stets in regem Austausch mit ihrem Heimtrainer Markus Czech steht: »Mein Training gestaltet wie immer Markus, aber er und der Bundestrainer stimmen sich regelmäßig über die Inhalte ab«, so Marscheck über die ideale Betreuung, denn bei Deutschen Meisterschaften sitzen somit gleich zwei hoch qualifizierte Trainer an ihrer Seite.
Im Bundeskader fühlt sie sich auf jeden Fall wohl: »Dabei gefällt mir am meisten, dass hier so viele Leute sind, die dasselbe Niveau haben«, weiß Marscheck, dass die Leistungsdichte im Top-Team förderlich für ihr Vorankommen ist. Auch im Heimatverein wird sie künftig eine schnelle Trainingspartnerin für die Sprinteinheiten haben, denn mit der 17-jährigen Cynthia Schmidt wechselt eines der größten hessischen Sprinttalente von den TSF Heuchelheim zum LAZ. »Davon werden wir beide profitieren«, hofft Beatrice, dass die Heuchelheimerin, die schon als B-Jugendliche die 100 Meter in 12,04 Sekunden lief, sie einerseits »ziehen« und andererseits von ihr lernen wird.
Als bisher größten sportlichen Erfolg verweist die 25-Jährige, die rund achtmal wöchentlich trainiert, auf 2009: »Das ganze Jahr war super, allem voran die Teilnahme bei der WM in Berlin, der zweite Platz bei den Deutschen Meisterschaften oder die Teilnahme an der Universiade.« Und nicht zuletzt sprang sie im selben Jahr ihre Bestweite von 6,73 Metern, mit denen sie den hessischen Rekord hält: »Der Rekord bedeutet mir schon viel, und ich hoffe, er hält noch ein paar Jahre. Aber vielleicht breche ich ihn ja selbst noch mal...«, so Marscheck, die demnächst auch Inhaberin des hessischen Hallenrekords sein könnte. Dieser wurde erst in diesem Jahr von der für die LG Eintracht Frankfurt startenden Claudia Rath auf 6,41 Meter verbessert, »und über 6,40 Meter möchte ich schon springen«, so die Gießenerin.
Am 9. Januar wird sie in Kalbach ihr Hallendebüt für diese Saison geben und eine Woche darauf bei den hessischen Meisterschaften die Titelverteidigung über 60 Meter und im Weitsprung in Angriff nehmen. Der Sprint soll also auch künftig nicht zu kurz kommen, »denn er ist die Grundlage für den Weitsprung und macht mir einfach Spaß«, erzählt Marscheck, die auch schon über 100 Meter Süddeutsche Meisterin war.
Dass sie in diesem Jahr zwar fünffache hessische Meisterin wurde, aber trotzdem nicht ganz an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen konnte, lag an Achillessehnenbeschwerden. War ihr noch ein guter Saisonstart gelungen, als sie im Mai deutsche Hochschulmeisterin mit guten 6,53 Metern wurde, musste sie die Saison wegen der Beschwerden vorzeitig beenden und das Unternehmen EM-Start begraben.
Doch trotz der abgebrochenen Saison blickt sie positiv voraus: »Mein Ziel für 2011 sind konstante Weiten um die 6,60 Meter, mit einem Ausreißer an die 6,80 Meter sowie ein Start bei der WM.« Die Qualifikation für die Titelkämpfe im südkoreanischen Daegu beträgt einmal 6,75 Meter oder zweimal 6,67 Meter, was eine härtere Norm als in den Vorjahren ist, aber dennoch machbar erscheint.
Das Umfeld für dieses Vorhaben sowie für London 2012 scheint ebenfalls zu stimmen: »Dem LAZ Gießen bin ich sehr verbunden, denn ich bin von Anfang an in diesem Verein und werde hier sehr großzügig unterstützt.« Auch auf privater Ebene stört sich niemand daran, dass sie ihr Leben massiv auf den Leistungssport ausrichtet: »Es haben alle Verständnis dafür und es stört auch niemanden, wenn ich abends mal nicht mitkomme«, so Marscheck, die im kommenden Herbst ihr erstes Staatsexamen ablegt. Danach nimmt sie sich ein ganzes Jahr frei, um sich professionell auf Olympia vorbereiten zu können, und geht erst im Herbst 2012 in das Referendariat. Optimaler kann man eine Olympia-Vorbereitung wohl kaum in Angriff nehmen, sodass die Hoffnungen berechtigt sind, dass Gießen bald wieder eine Starterin bei den Spielen stellen wird. (lad)

316504_0_gross_208522.jpg
(Bild: Giessener-Allgemeine)
Beatrice Marscheck ist auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 in London.
  Comments (0)
Posted by Nils on Wednesday 22 December 2010 - 20:00:56 printer friendly create pdf of this news item
0 Comments

You must be logged in to make comments on this site - please log in, or if you are not registered click here to signup
News Categories
Datum / Zeit
 
This site is powered by e107, which is released under the terms of the GNU GPL License.

e107
PHP
MySQL